Freitag, 7. August 2009

Immer Nachts

Immer Nachts

Jede Nacht, wenn es schon wieder ziemlich spät ist, liege ich in meinem Bett. Die Rotglühenden Ziffern meines Radioweckers zeigen mir wie Minute für Minute der neue Morgen näher kommt. 01:01Uhr….01:02 Uhr …..01:03 Uhr…und wieder sind 10 Minuten verstrichen, irgendwann eine Stunde.

Die Zeit schwebt dahin und lässt mich in der Dunkelheit der Nacht zurück. Durch das Fenster fällt leichtes Mondlicht auf das Fensterbrett. Meinen Kopf auf das Kissen gebettet, widme ich mich wieder der Anzeige des Radioweckers.

Meine Gedanken jagen ziellos in meinem Kopf hin und her. So ganz ziellos sind sie eigentlich nicht, da ich mein Ziel ganz genau kenne. Ich durchquere mein gedankliches Labyrinth, kenne jeden Winkel, jede Falltür nur zu gut. Nichts, kein Hindernis würde mich aufhalten können um meine Gedanken in die richtige Richtung zu lenken. Zu dir!

Endlich seh ich den Ausgang und da stehst du. Lächelnd schaust du mich an. Diese Wärme in deinem Lächeln, dieses Feuer in deinen Augen. Freudig steh ich vor dir, deine Hand berührt mein Gesicht. Außerhalb der Traumwelt sucht meine Hand deine und hält sie fest während du still neben mir weiter schläfst. Ob du dich auch grade hier her träumst? Vielleicht haben sich unsere Seelen absichtlich hier getroffen weil sie selbst in der Nacht nicht ohne einander können. Du küsst mich und ich lächele glücklich in mich hinein. Ich spüre deine Lippen obwohl sie mich nicht berühren, schmecke deinen Kuss obwohl er mich in diesem Moment nicht verführt.
Immer wieder höre ich dich ein „Ich Liebe dich“ flüstern. Dann ist es wieder da, das Kribbeln in meinem Bauch, die aber Millionen Schmetterlinge in mir die in alle Richtungen fliegen. Selbst hier machst du mich total verrückt ohne etwas zu tun. Deine Gegenwart ist unbeschreiblich schön, jede Sekunde deiner Nähe süßer als Schokolade.

Langsam mach ich mich auf den Rückweg durch das Labyrinth und ich weiß du wirst mir folgen. Der Radiowecker brennt sich wieder in meinen Kopf. Kurz vor drei Uhr. Ich lege meinen Kopf auf deine Brust und höre dein Herz schlagen. Ich streiche über dein Gesicht und ich weiß auch du träumst grade von mir, denn ein Lächeln liegt auf deinen zum Kuss einladenden Lippen.

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